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ASTRID SCHREYOEGG
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Dr. Astrid Schreyögg
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Was ist Supervision ? 


Supervision ist eine Beratungsform, die berufliche Zusammenhänge thematisiert. Historisch resultiert sie aus der Sozialarbeit und aus der Psychotherapie.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fungierten in amerikanischen Großstädten eine Vielzahl von Ehrenamtlichen zur Unterstützung von Einwanderern und anderen hilfsbedürftigen Personengruppen. Zur Koordination und fachlichen Begleitung der Ehrenamtlichen engagierten entsprechende Organisationen einige fest angestellte Supervisoren im Sinne eines mittleren Managements.

Aus diesen Kontexten entwickelte sich die amerikanische - und die europäische Sozialarbeit, die bis heute eine entsprechende Supervisionspraxis in ihre Ausbildungsgänge integriert.

Im Gegensatz aber zu rein administrativen Aufsichtsfunktionen, der „administrative supervision“, wie sie etwa in Banken und Produktionsbetrieben existiert, wird diese Form der Supervision als „clinical supervision“ bezeichnet.

Sie ist nämlich inhaltlich deutlich auf Handlungsvollzüge, also Mensch-Mensch-Relationen von Praktikern in sozialen Dienstleistungssystemen zentriert wie sie für klinische Belange in Beratung und Psychotherapie typisch sind.

Diese clinical supervision zielt darauf, daß Praktiker ihre Handlungsvollzüge „besser“ als bisher gestalten, wobei als Verbesserung im allgemeinen eine humanere und/oder effektivere Praxis gilt.

Im Verlauf der 20er Jahre entwickelten sich auch im Bereich der Psychotherapie Formen von Supervision.

Führend war hier zunächst die Psychoanalyse, denn Freud erkannte früh, daß die Lehre psychotherapeutischer Praxis auf Seiten des Therapeuten ausführlicher Auseinandersetzungen mit der jeweiligen Therapeut-Patient-Interaktion bedarf.

Dieser bis heute als „Kontrollanalyse“ benannte Ausbildungsteil psychoanalytischer Ausbildungen wurde später unter dem Begriff „Supervision“ auch in der Lehre anderer Psychotherapieverfahren wie der Gesprächs- oder Gestalttherapie üblich.

Beschränkte sich Supervision in ihren Anfängen sowohl im Bereich der Sozialarbeit als auch der Psychotherapie auf die Einzelberatung, finden wir seit den 70er Jahren Formen von Gruppensupervision. Hierbei werden Menschen aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten aber mit ähnlichen beruflichen Funktionen gemeinsam beraten.

Methodisch wurden seit dieser Zeit gruppale Arbeitskonzepte in die Supervision integriert.

Im Verlauf der 80er Jahre setzte sich ein Setting durch, bei dem Menschen aus kooperierenden Arbeitsgruppen gemeinsam beraten werden. Diese als „Teamsupervision“ bezeichnete Anordnung deckt sich vielfach mit Formen der Organisationsentwicklung.

Gerade dadurch wurde es aber nun offensichtlich, daß dem organisatorischen Kontext auch in der Supervision konzeptionell Rechnung zu tragen ist. Deshalb werden derzeit immer häufiger Supervisionsmodelle gelehrt und praktiziert, die eine angemessen breite Theorie- und Methodenpluralität unterlegen.

Heute haben sich supervisorische Aktivitäten weit über die ursprünglichen Felder der Sozialarbeit und der Psychotherapie hinaus ausgedehnt, d.h. wir finden Supervision auch in Betrieben und Verwaltungssystemen.

Außerdem hat sich gerade im deutschsprachigen Raum das Feld der Supervision insgesamt stark professionalisiert, d.h. wir finden einschlägige Verbände, Fachzeitschriften usw.
 

 

 
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